Michaels Homeoffice: „One more screen will solve it“

In dieser Serie geben wir einen Einblick in den Alltag unseres Teams. Michael ist vielleicht ein bisschen kaufsüchtig wenn es um Hardware geht – denn sein Homeoffice ist besser ausgestattet als ein Porsche.
Die erste Frage: Was hast du da am laufen und warum?
Mein Arbeitsgeräts ist ein Gaming Laptop von Captiva mit Intel Core i9 und 64 GB Arbeitsspeicher. Die potente Grafikkarte kann ich für lokale KI nutzen. Und am Wochenende für die gelegentliche Freizeitbeschäftigung.
Der Laptop Stand ist „No Name“, er kühlt das Gerät zusätzlich. In der Mitte habe ich einen grossen Curved Screen, auf dem die Entwicklungsumgebung und ein oder mehrere Claude Code Terminals laufen. Der Hochkant Screen ist zum Testing/Debugging im Browser, während auf dem Laptop ein Browserfenster mit meinen Tasks, E-Mail, Firmenchat etc. läuft. Der Kleine „aufgesteckte“ Screen zeigt meistens das wichtigste Monitoring unserer Web-Systeme. Manchmal auch Trading Charts.
Ok, und was macht der [?]-Block
Geräusche, wenn man drauf haut (ich meine „drückt“ 😅). Und er leuchtet. Leider hat er keine anderen Schnittstellen um damit zum Beispiel Claude zu steuern, das wäre ganz lustig. Worauf ich aber auch nicht mehr verzichten könnte ist mein Streamdeck (oberhalb der Tastatur). Damit kann ich per Tastendruck ein SSH Terminal zu unseren diversen Servern starten, oder bestimmte lokale Automationen laufen lassen.
Oh und auch die gute alte Spam-Dose, die seit 10 Jahren abgelaufen ist hat keinerlei Funktion. Die ist genau wie der kleine POW-Block reine Deko. Meine Frau hat mir mal gesagt, Deko sei wichtig für die Seele 🤔.
Bist du immer im Homeoffice?
Wir treffen uns 2x pro Monat am Dienstag im Co-Working Villa Loreto an der Florastrasse 14 in Solothurn. Abgesehen davon bin ich immer im Homeoffice, ja. Und ich weiss nicht, ob ich mein Mindset was das angeht jemals wieder ändern könnte.
Claude hast du erwähnt. Wer ist das?
Ich hole kurz aus und denke zurück an die Steinzeit zirka Frühling 2025. Damals, als Entwickler noch selbst programmieren mussten (durften?) – KI konnte höchstens Code Snippets liefern und die waren mit fehlendem Kontext semi-gut. Was im letzten Jahr alles an Fortschritt passierte war teilweise überfordernd. Ich habe meine Arbeitsweise komplett angepasst.
Claude ist meine KI die ich klassisch im Browser für technische Fragen nutzen kann. Aber vorallem nutze ich es auf der Kommandozeile und integriert in meine Entwicklungsumgebung. Die KI sieht meinen Code, passt ihn an, erweitert ihn.
Mein Job besteht daraus, ihm mit Prompts genau zu sagen was er zu tun hat. Ich habe nach wie vor einen hohen Anspruch an Code Qualität im langfristigen Betrieb einer Software. Daher will ich – zumindest im Ansatz – wissen welchen Code wir am Ende in die Produktion liefern.
Architekturplanung, Review und Testing macht somit unterdessen meinen Job aus. Ich habe abgesehen von Ausnahmen seit Monaten keinen eigenen Code mehr geschrieben. Und ich sag’s wie’s ist: Das ist der einzige Weg um 2026 auf dem Markt noch konkurrenzfähig zu sein. Wir offerieren komplexe Projekte für 20’000 CHF wo wir vor Jahren noch 50k+ schätzten.
Wie sieht dein Entspannungsprogramm aus?
Wenn die Terminals erstmal zu sind, gibt es viele Optionen:
- Die Kinder im Monopoly (oder anderen Brettspielen) abzocken
- Ich koche sehr gerne, aber nehme mir selten genug Zeit dafür
- Körperliche Arbeit im Lager von erneuer.bar
- Und wofür habe ich wohl einen Gaming Laptop? 😂