Mirko’s Travel-Office: Wenn der schönste Arbeitsplatz kein Büro ist

Mirko arbeitet nicht nur von zuhause, sein Büro hat schon Wellen gesehen, Nachtbusse überlebt und mehr Länder bereist als so mancher Urlauber. In dieser Serie geben wir einen Einblick in den Alltag unseres Teams. Diesmal: Hotspot, portable Screens und ein Surfbrett.

Fangen wir zuhause an, Was steht auf deinem Schreibtisch und warum genau das?

Auf meinem Schreibtisch ist folgendes zu finden: Mein Laptop – ein kleiner 13-Zoll-Asus («gäbig» für unterwegs) mit Linux als Betriebssystem, auf dem meistens meine Tasks und E-Mails laufen. Dazu zwei Bildschirme: ein hochkantiger, der die Website zeigt, an der ich gerade arbeite, und der Hauptbildschirm für meinen (und Claude seinen) Code. Vorübergehend steht auch ein Mac Mini da, der für die iOS-App-Entwicklung gebraucht wird. Ausserdem ein Gaming-PC, der aber erst am Abend zum Einsatz kommt, das Kabelmanagement lieber nicht zu genau anschauen. Fast immer dabei: eine, kurzzeitig volle, Kaffeetasse. Und natürlich viel Kleinkram wie Fidget-Kram, Notizblöcke und Deko.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei dir aus?

Im Homeoffice stehe ich (nicht allzu früh) auf, starte meinen PC, checke meine Tasks und Mails und plane basierend darauf meinen Tag. Um 10 Uhr haben wir unseren Daily, davor gönne ich mir aber erst mal einen Cappuccino. Nach dem Meeting arbeite ich meistens an verschiedenen Programmier-Tasks bis zum Feierabend. Danach bin ich entweder beim Handball- oder Ultimate-Frisbee-Training oder sitze noch am PC für persönliche Projekte wie 3D-Drucken oder Games.
Beim «Travel-Office» hingegen habe ich keine feste Struktur, abgesehen vom Daily-Meeting. Da kommt es halt auch immer drauf an, ob ich nebenbei noch surfe oder sonstige Ferienaktivitäten auf dem Programm stehen.

Wie sieht dein «Reise-Setup» aus, wenn du nicht von zuhause arbeitest?

Was beim Reisen nicht fehlen darf: der portable Bildschirm und vor allem mein Handy mit aktivem Hotspot, denn ohne Internet lässt sich meine Arbeit nur so semi-sinnvoll erledigen. Ansonsten recht unkompliziert und einfach. Ich kann meine Arbeit gut auch nur mit Laptop erledigen und lasse mich nicht so einfach von der Umgebung ablenken, ob Café-Lärm oder Meerblick, wenn ich im Flow bin, bin ich im Flow.

Von wo hast du schon gearbeitet?

Viel hab ich im Zug gearbeitet, oder unterwegs im Ausland, meistens für ein Ultimate-Turnier. Ich habe also schon aus Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Portugal gearbeitet. Dazu kommen einige «Travel-Office»-Phasen in Italien, Spanien, den Niederlanden und Portugal: Ich war jeweils über längere Zeit dort und habe zwischen Sightseeing, Sonne geniessen und Surf-Sessions ganz normal gearbeitet.

Was war dabei der ausgefallenste Ort?

Die Rückreise von Valencia lief nicht ganz wie geplant. Mit einem Surfbrett in einen Flixbus einzusteigen ist scheinbar nicht erlaubt, auch wenn man es vorher als Spezialgepäck angemeldet hat. Da ich unbedingt am nächsten Tag zurück sein musste, verbrachte ich den halben Tag mit alternativer Reiseplanung, um dann schlussendlich auf den letzten Sitzen eines Nachtbusses, mitten in der Nacht, noch meine Arbeit zu erledigen. Ja, es war viel Koffein involviert.

Was ist der grösste Vorteil und was der grösste Struggle beim Arbeiten von unterwegs?

Ein klarer Vorteil: Der Feierabend im Ausland fühlt sich wie kleine Ferien an oder noch im Oktober in der Wärme sitzen und im Meer baden ist schon recht nice. Was ein Struggle sein kann: Es braucht deutlich mehr Selbstdisziplin und über längere Zeit nur mit einem eingeschränkten Setup zu arbeiten fordert seinen Tribut.

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